Wer im Auslands-Urlaub mit seinem neuen Smartphone beherzt das ganze Angebot des Internet nutzt, der kann bei der Rückkehr eine böse Überraschung erleben: Schon das Herunterladen eines Songs beispielsweise in Südafrika schlägt dann mit rund 80 Euro zusätzlich zu Buche. Schuld daran ist das sogenannte Daten-Roaming: Der Besitzer eines internetfähigen Mobiltelefons bedient sich im Ausland nicht der Dienste seines heimischen Anbieters. Er geht statt dessen - bei Telefonaten wie beim Internetsurfen - über das Funknetz eines Partnerunternehmens, das in dem betreffenden Land die Kunden seines heimatlichen Anbieters versorgt. Und dabei wird mal mehr, mal weniger kräftig zusätzlich abkassiert. Am moderatesten sind - weil von der EU reguliert - die Zusatz-Preise im EU-Ausland. In der zweiten Tarifgruppe folgen die europäischen Staaten, die nicht der EU angehören sowie USA und Kanada. In der Tarifgruppe drei, die den Rest der Welt umfasst, wird Daten Roaming dann richtig teuer. Dass innerhalb des EU-Auslands Datendienste mit dem Mobiltelefon so günstig sind, hat der Verbraucher der oft gescholtenen Europäischen Union zu verdanken. Diese hat die Preise begrenzt, die sich Mobilfunkbetreiber für die Aufnahme ausländischer Kunden ins eigene Netz gegenseitig berechnen dürfen. Die Preise für Daten Roaming liegen seit dem 01. Juli.2009 bei maximal 1 Euro pro Megabit, werden ab 01.Juli 2010 auf maximal 80 Cent pro Megabit und ab 01.Juli.2011 auf maximal 50 Cent pro Megabit gesenkt. Achtung: Das sind nicht die Kosten, die der Kunde zahlt - aber die Mobilfunkanbieter haben damit Spielraum, ihre Preise fürs Surfen im Ausland zu senken.