Daten Roaming USA

Fast jeder Nutzer kennt sie, die Horrorgeschichten von überteuerten Mobilfunkrechnungen nach einem Auslandsaufenthalt. Schuld an den unerwartet hohen Kosten sind die so genannten Roaming-Gebühren, die der Mobilfunkanbieter und seine ausländischen Partner erheben. Je nach Land variieren die Preise für die Verbindungsminute. Während die Gebühren für Handy-Telefonate und SMS inzwischen von der EU auf ein vernünftiges Niveau gebracht wurden, gilt im Bereich des Daten-Roamings noch das eigene Ermessen der Mobilfunkanbieter. Nutzer sollten sich vor einer Reise daher unbedingt über die Gebührensätze in den ausländischen Mobilfunknetzen informieren. Daten-Roaming-Gebühren fallen an, wenn der Nutzer entweder mit einem Handy wie beispielsweise dem Apple iPhone oder einem Notebook mobil ins Internet geht. Die USA fallen üblicherweise nicht in die Gebührengruppe eins (Europa). Je nach Anbieter gehören sie zu der Zone zwei oder drei. Grob gesagt steigen die Nutzungspreise, je weiter das Reiseland von Deutschland entfernt ist. Bleibt der Nutzer im Reiseland bei einem Kooperationsnetz des deutschen Mobilfunkanbieters, sind die Kosten einsehbar. Dazu muss die Netzwahl im Endgerät auf "manuell" eingestellt sein, sonst nutzt das Gerät automatisch das nächstbeste verfügbare Netz. Neben dem Daten-Roaming über den Standardvertrag gibt es die Möglichkeit, Prepaid-Optionen bei deinem ausländischen Anbieter zu erwerben. Vor allem für Reisende, die länger im Land bleiben oder wiederholte Aufenthalte dort planen, kann sich der Kauf einer ausländischen Prepaid-Datenkarte lohnen.. Im Gegensatz zu Europa ist der Breitband-Standard UMTS in den USA wenig verbreitet. Als Alternative haben die nordamerikanischen GSM-Netzbetreiber ihre Funknetze mit dem EDGE-Standard aufgerüstet. Über diese GPRS-Erweiterung sind Datenraten von rund 200 Kilobit pro Sekunde im Download möglich. Die US-amerikanischen Netzbetreiber AT&T, Cingular und T-Mobile funken auf dem europäischen GSM-Standard. Der Marktführer Verizon Wireless sowie der Netzbetreiber Sprint hingegen setzen auf den 3G-Standard CDMA2000. Dieser Mobilfunkstandard ähnelt der UMTS-Technologie in der Funktionsweise, dennoch gibt es nach wie vor Probleme bei der Kompatibilität. Unpraktisch ist das vor allem für deutsche Vodafone-Kunden: Europäische Triband-Geräte etwa von Siemens oder Nokia buchen sich in den USA automatisch in GSM-Netze ein. Vodafones US-Tochter ist aber Verizon Wireless - und nutzt die CDMA-Technologie.