Daten Roaming im Ausland kann oft die Urlaubskasse wesentlich belasten. Welche Kosten in welcher Tarifgruppe anfallen können, hat die Internetseite www.macwelt.de im April für das i-phone von T-Mobile aufgelistet. Zwei Wochen lang ruft in der Modellrechnung ein fiktiver Nutzer einmal am Tag Aktien und Wetter auf, er erhält und liest täglich fünf Textmails und besucht zwei Webseiten täglich. Insgesamt fünf Mal nutzt er geografische Kartendienste zur Lokalisierung und Routenberechnung, in den zwei Wochen schickt er 10 SMS, ruft drei Mal fünf Minuten zu Hause an und bekommt von dort zwei Telefonate von fünf Minuten Länge. In der EU werden dafür 33 Euro Zusatzgebühren fällig. In den USA und Kanada und dem nicht zur EU gehörenden Europa muss man 95 Euro extra berappen, Im Rest der Welt, also beispielsweise bei der Fußball-WM in Südafrika würden 160 Euro zusätzlich fällig. "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch" (Friedrich Hölderlin). Das gilt auch für das Daten Roaming im Ausland. Wer auf Geschäftsreise oder im Urlaub im Ausland nicht aufs Internet verzichten kann oder will, der schafft sich ein internetfähiges (Zweit)Handy an, das SIM-Karten akzeptiert, die im voraus bezahlt werden können. Bei seinem Handy-Händler verlangt der Kunde also ein Gerät ohne SIM-Lock. Dann kauft er sich direkt im jeweiligen Ausland eine im voraus zu zahlende so genannte Prepaid-Karte. Dafür zahlt er soviel wie die Einheimischen und kann damit zum günstigsten Lokaltarif telefonieren und surfen. Generell gilt im Ausland für Besitzer eines normalen Smartphones: Hände weg von großen Datenmengen, also bloß keine Filme angucken oder runterladen, keine Songs anhören oder runterladen! Und am besten noch vor der Einreise die Kostenobergrenze festlegen und aktivieren, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen! Und so können Sie die Kosten im Ausland auf das normale heimische Maß reduzieren: Wenn Sie ein Vertragshandy haben, kann dies nach Ablauf der Vertrags-Mindestlaufzeit für andere SIM-Karten freigeschaltet werden. Informationen dazu gibt es beim zuständigen Handy-Verkäufer oder auf der Webseite des Mobilfunkanbieters. Zweite Möglichkeit: Sie kaufen ein vertragsfreies Handy ohne das sogenannte SIM-Lock, das sie überall und mit jeder Vorauszahl-Karte nutzen können. Selbst Liebhaber eines i-phone können sich solch ein freies i-phone besorgen - in Italien kostet das frei nutzbare Apple-Gerät rund 500 Euro und damit kann man legal die billigen örtlichen Prepaid-Karten verwenden. Das spart beispielsweise beim USA-Aufenthalt bares Geld: Bei AT&T kostet dann das Datenpaket von 100 Megabyte 20 Dollar und ein Gespräch von oder nach Deutschland 39 Cent pro Minute. Wer Geiz geil findet, wird auf dem jeweiligen örtlichen Mobilfunk-Markt womöglich noch günstigere Angebote finden.